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Die SP Stadt Solothurn
macht Politik für die
ganze Bevölkerung.

Für alle statt für wenige!

Mir reicht es!

Liebe Genoss*innen

Der Sonntag vom 07. März hinterlässt bei mir gemischte Gefühle.

Einerseits freue ich mich über die starke Leistung unserer Amtei. Wir konnten unsere fünf Sitze mit super Resultaten halten. Andererseits ist der Ausgang der Abstimmung zum Verhüllungsverbot mit Irritation verbunden. Dass eine Initiative angenommen und gutgeheissen wird, welche – in meinen Augen - eine Unterdrückung von Frauen* zur Folge hat, befremdet mich.

Transparent 03/21 mit folgenden Themen:

  • Interpellation zur Renaturierung des Stadtmistes
  • Situation Gastrobetriebe in Solothurn: aus dem Baseltor
  • Stanpunkt von Pierric Gärtner und Doris Schaeren
  • Rückblick: Haben wir Solothurn bewegt?
  • Nach dem Wählen ist vor dem Wählen
  • Unsere Kandidat*innen für die Gemeinderatswahlen
  • Agenda

Mit dem Verhüllungsverbot werden keine Probleme gelöst. Frauen*, welche zum Burka-Tragen gezwungen werden, werden mit Annahme dieser Initiative nicht „befreit“, sondern zum „Zuhause bleiben“ gezwungen. Ich bin erschüttert, wie eine Partei, welche seit Jahr-zehnten gegen den Fortschritt in der Frauen*bewegung kämpft, sich plötzlich damit brüstet, Frauen* zu unterstützen, sich für Gleichberechtigung einzusetzen, ja gar völlig selbstlos Frauen* aus ihrer Unterdrückung befreien will. Die Burka-Initiative ist reine Symbolpolitik. Ich bin enttäuscht, dass ich in einem Land lebe, in welchem Kleidervorschriften für einen winzigen Teil der Schweizer Bevölkerung in die Verfassung ge-schrieben werden muss. Dieser Abstimmungssonntag hat mir einmal mehr aufgezeigt, weshalb ich mich in der SP engagiere und wie wichtig mir die gesamte Frauen*bewegung ist - und dass vor allem noch sehr viel zu tun ist.

Ich träume von einer Schweiz, in welcher alle dieselben Rechte haben, unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft. Ich möchte Gleichberechtigung im Arbeitsalltag, im Privatalltag, in der Kinderbetreuung, in der Familien- und Steuerpolitik. Ich möchte, dass anerkannt wird, dass Frauen* ein wichtiges Glied in unserer Gesellschaft sind. Ohne die unbezahlte Care-Arbeit, ohne die unbezahlte Kinderbetreuung, ohne die unbezahlte Kindererziehung (welche mehrheitlich von Frauen* geleistet wird), würde unsere Gesellschaft nicht so funktionieren, wie sie das heute tut.

Männer* sollten die Möglichkeit haben, Teilzeit zu arbeiten, um auch Papi sein zu dürfen.

Frauen* sollten die Möglichkeit haben, Teilzeit zu arbeiten, um auch Mami sein zu dürfen.

Frauen* sollten für dieselbe Ausbildung und dieselben Anforderungen an einen Job gleich viel verdienen, wie Männer* das tun.

Es ist nicht so schwierig.

Ich träume von einer Welt, wo ich nicht wegen meines Geschlechts diskriminiert werde. Wo mir nicht auf der Strasse nachgepfiffen wird. Wo ich nicht mit einem Schlüssel zwischen meinen Fingern im Dunkeln nach Hause laufen muss. Wo meine Mutter mich nicht davor warnen muss, dass ich bei niemandem einsteigen soll, dass ich immer mein Getränk im Auge behalten soll, dass ich im Ausgang nicht alleine auf die Toilette soll.

Ob ich viel möchte? Eigentlich nicht. Nur ein bisschen Gleichberechtigung wür-de ich mir wünschen. Ist das zu viel verlangt?

 

Annina Helmy


Die SP Stadt Solothurn
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