Kühler Kopf statt heisses Pflaster

Medienmitteilung zum Postulat „Kühler Kopf statt heisses Pflaster“

Die Fraktion der SP Stadt Solothurn hat an der heutigen Gemeinderatssitzung ein Postulat zum Thema der Hitzeinseln im Altstadtperimeter mit dem Namen „Kühler Kopf statt heisses Pflaster“ eingegeben.

Darin wird die Stadtverwaltung gebeten Hitzeinseln im genannten Perimeter zu benennen und möglichkeiten aufzuzeigen diesen zu begegnen. In den Quartieren bieten Privatgärten viel Grünraum und Schatten. Die Siedlungsstruktur der Altstadt kommt weitgehend ohne schattenspendendes Grün aus. Zudem werden auch durch die Pflästerung in der Altstadt oder die historischen Gebäude aus Stein städtische Wärmeinseln begünstigt und Kaltluftströme sind in dieser Siedlungsform kaum vorhanden.

Bei Umgestaltungen wird der Begrünung des öffentlichen Raumes viel Gewicht beigemessen. Es ist zu begrüssen, dass in geeigneten Perimetern bereits das Schwammstadt-Konzept in Planung ist. In den Grünräumen rund um die Altstadt werden Bäume fachgerecht gepflegt oder wenn nötig ersetzt. In der Altstadt gelten andere Voraussetzungen, was kreative und andere Ansätze bei der Umsetzung von Massnahmen gegen Hitzeinseln erfordert.

„Hitzeinseln behindern das Einkaufen und Verweilen in der Stadt. Gerade in der Altstadt haben wir grosse Herausforderungen und brauchen deshalb eine Langfristige Planung. Heute beginnen statt Morgen jammern ist die Devise“

Pierric Gärtner, Gemeinderat

Der Altstadtperimeter stellt die Planer*innen vor eine besondere Herausforderung wegen des Denkmalschutzes, der Siedlungsstruktur und nicht zuletzt wegen der vielen Leitungen, welche unter den Gassen der Altstadt durchführen. Die Platzverhältnisse sind für die Reduktion von Hitzeinseln mittels Begrünung eine Herausforderung. Dennoch ist auch die Altstadt ein wichtiger Lebens- und Aufenthaltsraum. Die Menschen kommen zum „Lädele“, flanieren und besuchen rege die zwei Markttage pro Woche. Mit den zunehmenden Hitzesommern haben wir die Pflicht, das Klima auch innerhalb des Altstadtperimeters zu eruieren und positiv zu beeinflussen.

Gerade in der Hauptgasse und momentan nicht begrünten Plätzen wie zum Beispiel dem Marktplatz macht sich die Hitze im Sommer stark bemerkbar.

Um die Lebens- und Aufenthaltsqualität trotz Einschränkungen bezüglich den Platzverhältnissen und der historischen Bausubstanz zu behalten und zu erhöhen braucht es eine langfristige Strategie. Für eine lebendige Altstadt für das Gewerbe und die Einwohner*innen.

Postulat «Kühler Kopf statt heisses Pflaster»